Regie: Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer
Drehbuch: Curt Siodmak
Kamera: Eugen Schüfftan
Ein Berliner Wochenende. Weinvertreter Wolf, Grammophon-Verkäuferin Brigitte, Taxifahrer Erwin und Mannequin Christel verabreden sich und fahren am Sonntag zum Strandbad Wannsee und verbringen ihre Freizeit mit Tretbootfahren, Picknick, Spaziergängen, Grammophonhören und Flirten. Brigitte und Wolf lieben sich im Grünen. Bei der Bezahlung des Tretbootes muss Christel aushelfen. Beim Abschied verabredet man sich für nächsten Sonntag. Als Erwin nach Hause kommt, schläft Freundin Annie, der er eine Nachricht mit Treffpunkt hinterlassen hatte.
MENSCHEN AM SONNTAG wurde 1929 in der letzten Phase der Stummfilm Ära produziert und erstmals aufgeführt, als Tonfilme bereits erste Auszeichnungen bekamen, was dem Film nicht nur eine außerordentliche Rolle in der Geschichte der Deutschen Filme zuteilt, sondern ihn auch als eine der wichtigsten Arbeiten der Deutschen Filmavantgarde der Zwanziger hervorhebt. Der authentische Schauplatz in Berlin und am Wannsee machte es zu einem wichtigen Dokument der Zeit und in Verbindung mit den Amateurschauspielern kreierte der Film einen Stil, den man später im poetischen Realismus und der neuen Welle des Französischen Kinos sowie im Italienischen Neorealismus wieder findet.
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