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Null Sonne No Point

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Visions du Réel Nyon 1997

Null Sonne No Point

CH 1997 35'

Regie: Nicolas Humbert, Werner Penzel
Kamera: Chilinsky
Ton: Jean Vapeur, Günter Hess, Richard Tratschner
Musik: Art Ensemble of Chicago, Hartmut Geerken
Produktion: CinéNomad


Internet:
CinéNomad

ISAN: 0000-0000-DAA3-0000-D-0000-0000-Z




Nicolas Humbert, Werner Penzel 1997 35'

Dieser Film von Werner Penzel und Nicolas Humbert ist einewunderschöne Chronik der Vorbereitung zu einem Konzert desChicago Art Ensemble. Er führt uns mitten ins Herz der Musikim Aufnahmestudio. Während der magischen Zeit der Probenverstanden es die Filmemacher, sowohl die Augenblicke reinerGnade wie auch die Momente der Langeweile und der Leerefestzuhalten. Es ist ihnen gelungen, in den Gesten, den Gesichternund den Heiterkeitsausbrüchen der einander zuhörendenund improvisierenden Musiker die Atmosphäre und den Geisteinzufangen, welche dieser kreativen Phase eigen sind. Mitgrosser Nüchternheit, einem feinen und erfinderischen Schnitt,einer bemerkenswert subtilen Kameraführung scheint nullsonne no point sich mit der Musik verschmelzen, in ihr aufgehenzu wollen. Der Rhythmus der Übergänge, der Schnitte, derSchwarz- oder Weiss-Ausblendungen lenken die Aufmerksamkeitaufs Wesentliche und machen den Ton geradezu sichtbar.Die engen Einstellungen erhalten eine hohe Spannung aufrechtund zeigen durch ihren Minimalismus Spiele von Formen undLicht, die wie visuelle Parallelen zur Musik wirken. Der Schnittin nicht-lineare Fragmente gibt der Erzählung den Aufbau einerPartitur. In ein Sprachrohr skandierte poetische Texte sowie einkurzes Interview lassen uns auch begreifen, wie untrennbar diespirituelle Dimension zu diesem Ensemble gehört. NULL SONNE NO POINT ist weit mehr als ein Bericht, es ist der Versuch, auseinem Film eine Komposition zu machen. Auf freie, unkonventionelleArt spielen die Filmemacher mit ihrem Sujet und zeigenauf, dass die Musik über ihre klangliche Dimension hinausauch eine Lebensform ist.
Visions du Réel Nyon 1997